
Was haben Suchmaschinen-Spider und Menschen gemeinsam? Sie mögen gute Texte!
Stellen Sie sich vor, Sie lesen einen gedruckten Text in strahlender Sonne: Das weiße Blatt blendet und tut in den Augen weh. Ähnliches geschieht am Monitor: Der Bildschirm leuchtet. Nur ein bisschen, aber ständig. Dieses geringe aber unablässige Leuchten belastet Ihre Augen. Viel mehr, als Lesen vom Blatt bei gutem Licht. Außerdem sind Bilder und Schriften am Monitor etwa 75% unschärfer als auf Papier. Auch das ermüdet die Augen.
Am Bildschirm werden Sie zum Roboter: Sie scannen die Webseiten, Sie lesen sie nicht. Nur wenn der Text gut gegliedert und nicht zu lang ist und die Gestaltung Ihnen Raum gibt, beginnen Sie mit dem lesen. Deshalb sollten Texte nicht ohne Bearbeitung aus dem Medium Print für das Medium Bildschirm übernommen werden. Für sehr lange Texte stellen Sie besser ein PDF als Lese- und Druck-Alternative zur Verfügung. Oder der Designer oder Programmierer legt Ihnen eine druckerfreundliche Printversion ihrer Webseite an.
Früher wurden Suchmaschinen-Spider mit billigen Effekten wie „weiße Schrift auf weißem Hintergrund” ausgetrickst. Dort wurden dann Schlagwörter hineingeschrieben, die für Menschen keinen Sinn ergaben aber die Spider anlockten. Heute funktioniert das nicht mehr, denn Suchmaschinenroboter beurteilen Ihre Webtexte nach syntaktischen und semantischen Mustern, die sie mit unserer natürlichen Sprache vergleichen. Beispielsweise „wissen“ die Spider, dass Hammer, Kneifzangen und Schraubendreher zu dem semantischen Feld „Werkzeuge” gehören.
Die gute Nachricht: Robots und Spider mögen Texte, die auch Menschen gefallen: klar gegliedert, prägnant geschrieben, mit nicht zu vielen Wortwiederholungen. Lieber Synonyme aus demselben semantischen Feld, mit aussagekräftigen, weiterführenden Links. Hier kommen Design und Programmierung ins Spiel: Beeindrucken Sie Suchmaschinen mit der „Rückseite” Ihres Auftritts. Die Gliederung eines Textes darf nicht nur auf der Vorderseite schön sein. Spider mögen sauber programmierten HTML-Quellcode und intelligentes CSS-Design!
Die schlechte Nachricht: Trotz allem technischen Fortschritt können Suchmaschinen noch keinen Witz und keine Assoziationen erkennen. Ihr Such-Algorithmus ist für Sachtexte optimiert. Wenn Ihre Website mit Slogans und Assoziationen spielt, müssen Sie technisch optimieren. Auch hier vollbringt der richtige Einsatz von CSS-Design Wunder.